KI im Holzhandel? Bringt doch nichts.
Auftragsbestätigung, Lieferschein, Rechnung, und alles muss zusammenpassen. Bei einem Holzhändler erledigt das inzwischen eine KI, und das Team mag sie.

„KI in einem Holzhandel? Das bringt doch nichts.“ Den Satz höre ich öfter. Ein Holzhändler zeigt gerade das Gegenteil.
Angefangen hat es mit einer KI-Schulung. Daraus ist mit Kiventro eine eigene Lösung geworden. Das Problem kennt fast jeder Mittelständler: Auftragsbestätigung, Lieferschein und Rechnung müssen geprüft und miteinander abgeglichen werden. Bei großen Bestellungen sitzt man da eine ganze Weile. Heute liest die KI die Belege, gleicht sie ab und legt nur noch die Abweichungen vor. Entscheiden tut weiter ein Mensch.
Glatt lief das nicht. Die Oberfläche musste erst alltagstauglich werden, und die Frage, was zuerst kommt, einfache Bedienung oder bessere Erkennung, hat uns länger beschäftigt als gedacht. Die Antwort war: beides. Einige Sonderfälle blieben anfangs ganz draußen. Bei meinem Besuch im Oktober kam dann die schönste Rückmeldung: Gerade die großen Belege bearbeiten die Mitarbeiter inzwischen lieber mit dem Werkzeug als von Hand.
Das Bild zeigt ein ausgedachtes Beispiel, keine echten Belege.
Fazit
KI im Mittelstand muss nicht spektakulär sein. Wenn ein Team eine lästige Prüfung lieber mit dem Werkzeug macht als ohne, hat sich die Sache gelohnt.
Ausblick
Spannend finde ich die nächste Frage: Geht das auch mit einem Sprachmodell auf eigener Hardware? Ein erster Versuch fand fast alle Abweichungen, brauchte dafür aber mehr als doppelt so lange.