Bilder in Echtzeit
Webcam an, Stil wählen und die KI malt das Bild live um. Aus meinem Ork wird Lego, aus meiner Visitenkarte Kauderwelsch.

Bildgeneratoren lassen einen normalerweise warten. Ich wollte sehen, ob es auch live geht: Kamera an, Stil auswählen, und das Bild ändert sich, während man sich bewegt.
Gebaut habe ich dafür eine kleine Anwendung. Der Browser schickt die Webcam-Bilder an meinen GPU-Server, dort malt ein schnelles Bildmodell sie im gewählten Stil um und schickt sie zurück. Zur Wahl stehen gut 90 Stile von Ölbild über Buntglas bis Pixelkunst, dazu zwei Modelle, die man im laufenden Betrieb tauscht. Für diesen Beitrag habe ich den Test mit Fotos meiner 3D-Drucke wiederholt: 65 Millisekunden pro Bild auf einer Grafikkarte, also rund 15 Bilder pro Sekunde.
Die erste Hürde war banal. Ohne sichere Verbindung gibt der Browser die Kamera gar nicht erst frei, also lief alles über einen Tunnel zum Server. Und Schrift kann das schnelle Modell überhaupt nicht: Aus meiner Visitenkarte wird in jedem Stil fröhliches Kauderwelsch.
Fazit
Echtzeit ist machbar, wenn man bei der Qualität Abstriche macht. Für eine Mitmachstation am Messestand reicht das, für ein Plakat nicht.
Ausblick
Die Anwendung liegt fertig im Schrank. Auf dem Server habe ich sie im Sommer abgebaut, um Platz zu schaffen, für die nächste Bühne oder den nächsten Messestand ist sie schnell wieder da.