Wo war noch mal die Wiese?
Ein paar Flurstücke, ein Ausdruck vom Amt und niemand weiß, wo genau die Grenze verläuft. Also bekam die Familie eine Karten-App mit Live-Position.

In unserer Familie gibt es ein paar Wiesen und Äcker. Auf dem Papier sind das Nummern in einer Liste. Draußen steht man dann am Feldweg und rätselt, wo die eigene Fläche eigentlich anfängt.
Mein Assistent hat die amtlichen Grenzen aus den offenen Katasterdaten geholt und daraus eine kleine Web-App fürs Handy gebaut. Sie zeigt die Flächen über dem Luftbild, mit Liste, Größe und einem Knopf, der das Navi direkt hinführt. Dazu kommt die eigene Position mit Blickrichtung und Abstand zur gewählten Fläche. Die Bilder hier zeigen erfundene Beispielflächen, nicht unsere.
Zwei Dinge liefen schief. Bei schmalen, krummen Flurstücken lag der berechnete Mittelpunkt neben dem Grundstück, die Markierung zeigte also auf die Nachbarwiese. Und in Google Earth verschwanden die Grenzlinien am Hang einfach im Gelände, bis sie sich dem Boden anpassen durften.
Fazit
Aus einer Liste mit Nummern wurde etwas, mit dem man tatsächlich über die Wiese laufen kann. Für die Frage „Ist das noch unseres?“ reicht das völlig.
Ausblick
Es gibt noch einen Kamera-Modus, der die Grenzen ins Livebild der Handykamera zeichnet. Er arbeitet nur mit GPS und Kompass, liegt also ein paar Meter daneben, und vor Ort auf dem echten Feld ist er noch nicht ausprobiert.