Mein Assistent lernt aus meinen Korrekturen
Ich schreibe nicht auf, was mich an einem Entwurf stört. Ich streiche es einfach. Genau daraus lernt jetzt mein Assistent.

Ich schreibe nicht auf, was mich an einem Entwurf stört. Ich streiche es einfach, und ehrlicher kann Feedback kaum sein.
Jeder Entwurf, den mein Assistent mir vorlegt, wird deshalb gemerkt. Später holt er die Fassung, die ich wirklich verschickt habe, und vergleicht beide. Der erste echte Abgleich am 19. September zeigte ein klares Muster: Ich streiche Lob, Angebote mit „wenn ihr wollt“, Ankündigungen und fast immer den zweiten Satz eines Absatzes. Dafür ergänze ich einen kurzen Schluss mit Ausblick. Zur Regel wird das aber nicht automatisch. Mein Assistent schlägt sie vor, ich sage ja oder nein.
Zwei Tage später stieg das Werkzeug bei der ersten Word-Datei aus, weil es sie als Text lesen wollte. Inzwischen kommt es mit Word, PDF und Mails zurecht, über 700 Entwürfe sind registriert.
Fazit
Korrekturen verraten mehr als jede Stilbeschreibung, aber nur, wenn man sie einsammelt. Die eigentliche Arbeit war, das Einsammeln zur Pflicht zu machen.
Ausblick
Je mehr verschickte Fassungen zusammenkommen, desto seltener sollte ich überhaupt noch streichen müssen.