Microsoft-Agenten auf Knopfdruck
„Bau mir einen Agenten für X“, und Claude legt ihn in Microsoft 365 an. Alle drei Sorten, ohne Klickstrecke. Ein Agent hat dabei munter Dokumente zitiert, die es nicht gibt.

Microsoft kennt drei Sorten Agenten, und jede hat ihre eigene Klickstrecke durch ein anderes Portal. Ich wollte keine davon klicken.
Seit Juli sage ich meinem Assistenten nur noch, was der Agent können soll und welche Quellen er kennen darf. Den Rest erledigt er über Kommandozeile und Schnittstellen: einen Wissensagenten auf einer SharePoint-Seite, einen Agenten für den Copilot-Chat und Teams, oder eine Kopie eines Copilot-Studio-Agenten. Danach kommen Prüfung und Testlinks.
Glatt lief es nicht. Der erste SharePoint-Agent meldete nur „Something went wrong with this agent“, weil eine handgebaute Datei die falschen Kennungen und den falschen Ablageort hatte. Teuer wurde später ein Leerzeichen im Pfad: Das Werkzeug meldete Erfolg, verwarf aber still alle Quellen. Der Agent suchte daraufhin im ganzen Mandanten und zitierte selbstbewusst eine Datei, die nirgends lag. Seitdem zählt mein Assistent nach jedem Anlegen nach, wie viele Quellen wirklich angekommen sind. Und einen Copilot-Studio-Agenten mit freien Anweisungen bekommt man auf dem Mac bis heute nicht vollautomatisch hin.
Weil bei Microsoft-Agenten früher oder später die Frage nach dem Preis kommt, ist daraus noch eine Übersicht entstanden: ab wann welcher Bauweg Geld kostet.
Fazit
Agenten anzulegen ist kein Hexenwerk mehr. Gefährlich ist der Agent, der ohne Fehlermeldung falsch gebaut ist, weil er von außen genauso gut aussieht wie ein richtiger.
Ausblick
Als Nächstes kommt der Rollout im Paket: ein Wissensagent je Abteilung oder Projekt, aus einer Liste angelegt statt einzeln.