Mein Assistent schreibt wie ich
Meine Mails haben im Schnitt elf Wörter, die Entwürfe meiner KI hatten 103. Ein Stilprofil aus rund 26.000 eigenen Nachrichten zeigt, woran man den Unterschied merkt.

Meine typische Mail hat elf Wörter. Die Entwürfe meines Assistenten hatten 103, begannen mit einem Dank und erklärten den Rest in Klammern.
Also haben wir gemessen: knapp 26.000 eigene Nachrichten aus WhatsApp, Teams und Mail, verglichen mit rund 490 Entwürfen der KI. Doppelpunkte stehen bei der KI in 63 Prozent der Texte, bei mir in vier. „Hallo Vorname,“ schreibe ich in acht Prozent der Fälle, die KI fast in jedem zweiten. Mein Smiley ist „(:“, nie „:)“. Im Chat verteile ich einen Gedanken gern auf mehrere kurze Nachrichten, die KI schrieb lieber einen Absatz.
Unangenehm war, wie eindeutig das Ergebnis ausfiel. Der KI-Klang hing weniger an der Wortwahl als an Länge und Satzbau, also genau an den Stellen, die beim Lesen kaum auffallen.
Fazit
Wer nur die Länge und die Doppelpunkte korrigiert, hat den größten Teil des KI-Klangs schon entfernt. Das ist die wichtigste Zeile im ganzen Profil.
Ausblick
Was ich an neuen Entwürfen ändere, fließt über die Lernschleife zurück, damit das Profil mit mir mitwächst.