Ein Tutor mit meinem Gesicht, in Japan
Beim NII Shonan Meeting zur Zukunft der Bildung mit KI hielten wir eine Keynote und zeigten einen Tutor aus mehreren Agenten mit Live-Avatar.

Japanisch kann ich nicht. Mein Avatar konnte es zumindest so gut, dass er als Tutor in einer Forschungsrunde in Japan auftreten durfte.
Anfang März 2024 war ich beim NII Shonan Meeting „The Future of Education with AI“, einem Forschungstreffen des National Institute of Informatics in der Shonan Village bei Hayama. Am Tisch saßen Leute aus der ganzen Welt, von KI- und Sprachmodell-Fachleuten bis zu Expertinnen und Experten für Sprachverarbeitung und Mensch-Computer-Interaktion.
Zusammen mit Prof. Andreas Dengel vom DFKI habe ich die Keynote „The pulse of generative AI“ gehalten, über Werkzeuge der generativen KI im Unterricht. Danach haben wir unseren Prototyp gezeigt: ein System aus mehreren generativen Agenten, dazu ein Live-Avatar von mir als Tutor, der in verschiedenen Sprachen antwortet. Das hat für viel Unterhaltung gesorgt, und die Keynote davor für eine lebhafte Diskussion.
Die Woche ging in Tokio weiter, mit einem Abend in der Deutschen Botschaft, wo wir mit japanischen Technologieunternehmen über eine Zusammenarbeit mit dem DFKI gesprochen haben, und mit Besuchen am National Institute of Informatics und beim Symposium des AIST.
Fazit
Ein Avatar von mir, der in fremden Sprachen erklärt, öffnet in jeder Runde das Gespräch. Die eigentlich spannenden Fragen kommen danach: Wem vertraut ein Schüler, und wer prüft, was der Tutor sagt?
Ausblick
Aus dem Prototyp ist bei mir eine Linie geworden, die bis heute läuft: Assistenten, die erklären und sich dabei prüfen lassen.

