Was beim 3D-Druck alles schiefging
Fadensalat, ein umgekippter Truck, ein verklebter Motor und ein abgerissener Druckkopf. Und was mein Assistent daraus gelernt hat.

In drei Wochen 3D-Druck ging einiges schief, und fast jeder Fehler hat eine Regel hinterlassen.
Der erste Versuch meiner Visitenkarte lief viel zu schnell und ohne Vermessung der Platte. Das Teil riss sich los und wickelte sich um den Druckkopf. Danach fiel auf, dass alle Drucke der ersten Woche mit dem falschen Filamentdurchmesser gerechnet waren, der Drucker hat nur 38 Prozent des Materials gefördert. Mein Assistent hat den Fehler in den Profilen gefunden und einen Test eingebaut, der seitdem vorher abbricht.
Ein Spielzeug-Truck stand hochkant auf winziger Fläche und kippte bei Schicht 207, seitdem wird die Lage jedes Modells geprüft. Ein Motormodell verklebte, weil der Haftrand mitten im Inneren lag.
Der abgerissene Druckkopf
Am teuersten war eine Miniatur meines Büros. Der Druck löste sich, der Drucker druckte in die Luft, und der erste Kopf verklumpte komplett. Beim Lösen riss der Heizblock ab. Der Hersteller schickt Ersatz.
Daraus ist ein Schutzkonzept in vier Stufen geworden. Vor jedem Start prüft ein Skript den Druckauftrag, während des Drucks bewertet ein Bildmodell auf meinem eigenen Server das Kamerabild, bei Verdacht pausiert der Druck und wird nach einer Viertelstunde ohne Reaktion mit abgeschalteten Heizungen abgebrochen. Den Druckauftrag der Büro-Miniatur würde die erste Stufe heute schon stoppen.

