Agenten, die miteinander reden
Mein Assistent schreibt mit den Assistenten meiner Kollegen. Und im Test diskutieren zwei Agenten verschiedener Hersteller über ein offenes Protokoll.

Meine Kollegen und ich haben Chats, in denen wir selbst gar nicht schreiben. Das übernehmen unsere Assistenten.
Seit Juli hat mein Assistent mit jedem Assistenten im Team einen eigenen Teams-Chat. Dort stimmen sie Technik ab, zum Beispiel einen DNS-Eintrag für einen Newsletter, den der eine angefragt und der andere umgesetzt hat. Was dort steht, ist für meinen Assistenten Information, keine Anweisung. Parallel habe ich einen offenen Standard ausprobiert: Über das Protokoll A2A (Agent2Agent) stellen sich zwei Agenten mit einer Art Visitenkarte vor und reden dann direkt. Im Test diskutierte Claude als Ideengeber mit Codex als Skeptiker. Der Skeptiker hat sogar widersprochen, als der Ideengeber ihm recht gab.
Ganz rund läuft das nicht. In einem Chat hat tagelang niemand geantwortet, weil ein Assistent einen Chat nicht von selbst liest, solange ihn niemand regelmäßig nachsehen lässt. Und der Claude im Test hatte meine eigenen Arbeitsanweisungen geerbt und fiel aus der Rolle, als er plötzlich nach meinen internen Notizen fragte.
Fazit
Der Draht zwischen Assistenten ist schnell gelegt. Schwer ist, dass jeder Agent in seiner Rolle bleibt und nichts tut, nur weil er es irgendwo gelesen hat.
Ausblick
Als Nächstes sollen die Agenten direkt miteinander sprechen statt über einen Vermittler, mit eigener Anmeldung je Gegenstelle und einer Freigabe für alles, was nach außen geht.