Ein Gedächtnis für die ganze Firma
Jeder Assistent im Team merkt sich viel, aber nur für sich. Jetzt gibt es ein gemeinsames Gedächtnis, inzwischen mit 552 Einträgen.

Entdeckt mein Assistent eine Falle in einem Werkzeug, tappt der Assistent meines Kollegen am nächsten Tag hinein. Zumindest war das bis September so.
Jeder von uns arbeitet mit einem eigenen Claude Code, und jeder hat sein eigenes, lokales Gedächtnis. Das Firmengedächtnis ist ein gemeinsames Verzeichnis, ein Fakt je Datei, mit Autor und Datum. Ob eine Notiz allen gehört, entscheidet der Assistent schon beim Schreiben mit einer Zeile: „teilen: firma“ oder „teilen: nein“. Was ohne diese Zeile durchrutscht, prüft stündlich ein Kurator. Das ist ein Sprachmodell, das die persönliche Notiz in eine Aussage für alle umschreibt. Danach hält ein stures Prüfprogramm Passwörter, Kontonummern und fremde Mailadressen an, egal was das Modell meint. Zu Beginn jeder Sitzung bekommt jeder Assistent den Index des gemeinsamen Wissens.
Anfangs lag die ganze Entscheidung beim Kurator. Der kennt aber das Gespräch nicht, aus dem eine Notiz stammt, deshalb entscheidet jetzt zuerst der Assistent, der sie schreibt. Vorschläge, bei denen der Kurator unsicher ist, landen zur Prüfung bei mir, und ein paar davon liegen dort schon seit Tagen.
Fazit
552 Einträge in knapp vier Wochen zeigen, wie viel Wissen sonst auf einzelnen Rechnern geblieben wäre.
Ausblick
Als Nächstes sollen die Assistenten vor dem Ablegen einer neuen Falle erst im Firmengedächtnis nachsehen, ob sie dort schon steht.