Projekte, Bühne und Lehre, 21. Oktober 2026

KI im Handwerk, Teil 2

Rund 70 Gäste aus dem Handwerk, ein Agent, der aus einem Aufmaß ein Angebot und einen Werkplan macht, und ein Schrank im Maßstab 1:12, der erst am Morgen fertig wurde.

KI im Handwerk, Teil 2

Das Requisit für meinen Vortrag hat in der Nacht davor gestreikt, 18 Schichten vor dem Ende.

Ein Holzhändler aus der Region hatte seine Kunden eingeladen, rund 70 Anmeldungen aus dem Handwerk, als Fortsetzung eines Vortrags aus dem Herbst 2025. Diesmal ging es um Agenten, die selbst arbeiten. Mit Claude Code hatte ich Aufträge aus dem Betriebsalltag vorbereitet: eine Webseite in einer Kaffeepause, ein handschriftliches Aufmaß für einen Einbauschrank, aus dem Angebot, Bestellliste, Werkplan und 3D-Ansicht werden, und ein zweites Modell, das das Angebot gegenprüft. Für jeden Auftrag lag ein fertiges Ergebnis bereit, falls es auf der Bühne hakt. In den Proben schwankte das Angebot für denselben Schrank von Lauf zu Lauf um gut 150 Euro. Ein Agent rechnet eben nicht jedes Mal gleich, und genau deshalb prüft am Ende ein Mensch.

Den Schrank gab es auch zum Anfassen, gedruckt im Maßstab 1:12. Am Vorabend, während ich bei Rotary sprach, lief beim Druck das schwarze Filament aus, morgens hatte sich das Förderrad ins neue Filament gefressen. Ab 5:40 Uhr lief er weiter, gegen 7 Uhr war er fertig, mit grauen Fronten und nicht ganz glatter Oberfläche.

Fazit

Ein Werkstück zum Anfassen erklärt einem Saal voller Handwerker mehr als jede Folie.

Ausblick

Die Folien gibt es mit einem Anhang, der die Ergebnisse der Aufträge zum Nachschauen zeigt. Beim nächsten Druck dieser Art schalte ich das Bügeln der Oberfläche ein.

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