Der Typberater, eine Anprobe ohne Umkleide
Ein Foto von mir, 24 Stile, und plötzlich stehe ich als Segler im Hafen oder im Tweed in der Altstadt. Gekauft wird trotzdem nur, was mir wirklich steht.

Ich gehe ungern einkaufen. Umkleide, Neonlicht, drei Größen zum Probieren, und am Ende kaufe ich wieder ein dunkelblaues Polo. Also habe ich die Umkleide in den Rechner verlegt.
Der Typberater ist eine kleine Web-App, die nur für mich und die Familie läuft. Ich lade ein Foto hoch, wähle einen Stil, und eine Bild-KI auf meinem eigenen Rechner zieht mich um: Segeln und Old Money, Business, Nerd mit Stil, British Country, Riviera, Lederjacke. 24 Stile mit je 15 Outfits, dazu Frisur, Uhr, Accessoires und Kulisse. Ein Fragebogen zu Anlässen, Budget und No-Gos sortiert vor, welche Stile zu mir passen. Kein Foto verlässt dabei das Haus.
Aus einem Look wird auf Wunsch ein kurzes Video, in dem ich über den Steg schlendere, oder eine 3D-Figur, die sich einmal um sich selbst dreht. Zu jedem Outfit gibt es eine Einkaufsliste mit passenden Artikeln, auf Wunsch gleich im Warenkorb. Gekauft wird erst an der Kasse, und die entscheide ich selbst.
Ganz ohne Pannen ging es nicht. Die KI übernimmt aus dem Foto alles, was man ihr nicht ausdrücklich verbietet. Beim ersten Versuch mit „Pullover über den Schultern“ trug ich plötzlich zwei Pullover, einen über den Schultern und einen an. Im Streetwear-Look fehlte die Kappe, beim Dozenten die runde Brille. Und für den Warenkorb will der Händler eine Anmeldung, die höchstens eine Stunde alt ist. Ganz ohne mich geht das Einkaufen also nicht.
Alle Bilder und Videos hier sind KI-erzeugt, aus einem einzigen Foto von mir.
Fazit
Die Umkleide im Rechner ersetzt kein Anprobieren, aber sie spart die vielen Wege dorthin. Ich sehe vorher, was mir steht, und probiere danach nur noch das an.
Ausblick
Was noch fehlt, sind echte Ganzkörperfotos als Vorlage, damit auch die Statur stimmt, und meine Größen im Fragebogen. Dann landen im Warenkorb Teile, die nicht nur gut aussehen, sondern auch passen.